Traum E-Bike Tour bei St.Anton

Bei der Übernachtung im schönen Tirol bei St.Anton erhält man eine Gästekarte mit Vergünstigungen, wie zum Beispiel die 2h kostenlos miete eines E-Bikes. In unserem Hotel Schwarzer Adler waren leider alle E-Bikes vergriffen, doch wir hatten Glück und konnten bei einer weiteren Vermietstation noch zwei Bikes mieten.

Früh am Morgen ging es los, die E-Bikes auf die Grösse eingestellt, dann Helm auf und abfahrt. Da die Aktion spontan war wussten wir nicht wohin wir fahren sollten, so erkundigten wir uns im Tourismusoffice. Nirgends fanden wir eine verständliche Karte mit klar eingezeichneten Routen. So entschlossen wir uns das Bike mit in die Gondel zu nehmen, denn in den Bergen findet man garantiert einen schönen Weg. Bei der Gondelstation angekommen fragten wir zur Sicherheit nochmals nach. Österreich ist für ihre Gastfreundschaft bekannt, bei der Station wurde uns mürrisch mitgeteilt, dass wir nur einen Weg welche entlang der Gondel führt fahren dürfen. Die anderen Wege sind ausschliesslich für Wanderer reserviert und auf Privat Grundstück, deshalb werden da auch Busse verteilt. Nach langem überlegen schickte ich Cristina nochmals hin, verängstigt fragte sie nach einer Karte und wir erhielten endlich eine komplette Regionale- Bikerkarte.

Ich als Sportler entschloss den Trail zur Heilbronerhüte zu fahren, da wir ja elektrische Unterstützung hatten, sollte das ein Klacks sein. Man muss wissen, dass war einer der längsten Routen in der Mappe. (Zeitangabe für einen Weg 4h)

Zuerst ging es steil durch das Dorf, danach kamen wir zu einer Barriere mit einem freundlichen alten Mann, der meinte, als er jung war, Wanderte er oft zu Hüte. Ich war immer noch davon überzogen, dass ich danach genug Energie hätte um ins Fitness zu gehen. Die Tour fing erst jetzt richtig an, alles einer schönen Strasse dem Tal entlang. Links und Rechts waren grosse Fichten und erneut rochen wir diese herrliche Bergluft. Bei einem Bach hielten wir an und genossen die angenehme Temperatur und die Stille, nur ein Bach der seinen Weg geht konnte man hören.

Bei einem Stausee (Verwallsee) bestaunten wir das wunderschöne Bergwasser und waren noch mehr motiviert um weiter zu fahren. Bis jetzt war diese spontane Route eine Landschaftliche Glücksfahrt. Schon bald ging die Fahrt auf eine Bergstrasse hinüber wo wir auch den Wanderern kreuzten. Ein steile schlangenlinienförmige Strasse (zum Glück hatten wir einen Motor) mussten wir erklimmen, dann endlich wurden wir mit einer der schönsten Blicke, welche ich bis heute gesehen habe belohnt. Sprachlos rasteten wir auf einer verlassenen Bank, gleich neben der Strasse und genossen den Ausblick.

Nun ging die fahrt abwärts und wir fuhren dem Bergbach entlang, was für ein tolles Panorama. Links Berge, rechts Berge und in der Mitte ein wundervoller Bach. Hier kann man definitiv Energie tanken. Beim Bergbach hielten wir um unsere Füsse zu baden und spürten noch die kälte der Berge. Cristina war nun nicht mehr so motiviert wie ich, da ihre Beine langsam schmerzten. So entschieden wir uns bei der Konstanzer Hütte etwas kaltes zu trinken und dann wieder den Nachhauseweg einzuschlagen. Im nu waren wir im Hotel, denn abwärts ist man bekanntlich viel schneller. Zu meinem Übermut bemerkte ich, dass wir erst die ungefähre hälfte hatten. Ich bezweifle somit das ich mit dem Akku bis zur Hüte gekommen wäre und dann auch wieder zurück.

Fazit:

Diese Tour legen wir jedem ans Herz der gerne in der Natur ist. Ob gewandert oder gefahren, es ist traumhaft schön.