Das wunderschöne Montreux und Gruyère

Unterschiedlicher könnten diese Orte nicht sein, beide haben eine magisch Anziehung. Direkt am Genfersee liegt der schöne Ort Montreux. Es ist bekannt für sein Jazz- Festival, Künstler aus aller Welt reisen extra für diesen jährlichen Event an. Auch Cristina und ich wollten an diesem Spektakel teilnehmen, doch leider waren wir einen Tag zu spät. Wir sahen nur noch die Überreste von einer langen Partymeile, welcher mit einem Berg von Abfall geschmückt war. Kunststoffe jeglicher Art flogen ins Wasse und verschmutzen es. Soviel dazu das ich Geld bezahle damit die Meere von dem Plastikmüll gesäubert können werden. Doch in diesem Blog geht es nicht um meine „save the earth“ Einstellung, erwähnt haben will ich es, da es ja mein Blog ist und somit meine Reise beeinflusst.

Das tolle Montreux

Montreux lädt uns zum verweilen ein, jegliche Art von Aktivitäten kann planen. Soll es eine Schifffahrt, eine Wanderung oder ein Versuch mit den Wasserskien zu fahren sein, es gibt unzählige Möglichkeiten die tolle Umgebung zu entdecken. Da wir nur einen zweitägigen Aufenthalt geplant hatten, wollten wir möglichst viel in kurzer Zeit besuchen. So schlenderten wir der wunderschöne Seepromenade entlang, welche mit tollen Bäumen und Blumen beschmückt war. Leider konnten wir im See nicht schwimmen, da hätte man sich genauer erkundigen müssen, den bei der Promenade war dies leider überall verboten. So suchten wir uns eine schattige Parkbank und beobachteten die vielen Spaziergänger und die tolle Aussicht.

Beim Spaziergang entdeckten wir das Casino von Montreux, es war klar wir wollen unser am Glück versuchen. Am Abend nach dem guten Nachtessen haben wir uns entschieden, das Casino aufzusuchen. Mit unseren CHF 100.- hatten wir den Jackpot geknackt. Nein natürlich nicht, dass Geld war schneller weg, als einem lieb ist. Denn das Casino gewinnt ja bekanntlich immer, die Versuchung war gross, noch eine weitere Note in den Automaten zulassen, genau mit diesem verlangen hat uns das Casino im Griff. Wir liessen es aber lieber bleiben und tranken noch etwas mit dem offerierten Willkommensgutschein. Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht doch noch CHF 100.- in den Automaten geschoben hätte, was denkt ihr, habe ich nun mein Verlust wieder wett gemacht? Ja per Zufall, beim Aladin spiel gewann ich sogar noch CHF 20.- zusätzlich. Danach haben wir das Geld ausbezahlt und sind gegangen. Es war wiedermal eine lustige Erfahrung. Beim Einschlafen überlegte ich wie es gewesen wäre, wenn wir doch die CHF 42`000.- Jackpot geknackt hätte, so hätte ich schon früher auf die Weltreise gehen können, mit diesen Gedanken fiel ich in den Schlaf.

Nun geht’s nach Gruyère

Am zweiten Tag nahmen wir das Auto aus dem überteuerten Parkhaus (CHF 35.- pro Tag) und fuhren nach Gruyère. Auf einem grossen Parkplatz angekommen sahen wir das eingemauerte Dorf auf einem Hügel mitten in der Landschaft. Bis dahin war mir nicht klar, dass Gruyère so wunderschön ist. Nach einem kurzen Fussmarsch, steht man in mitten einem wunderschönen Dorf mit Setzsteinen gepflastert. An jeder Ecke hat man die Möglichkeit Souvenirs zukaufen oder ein Fondue zu geniessen. Wir schlenderten durch das Dorf und genossen diese alten Bauten. Die gutaussehende Restaurants waren verlockend, doch konnten wir dem wiederstehen und gingen bis zum Museumseingang. Da war für uns jedoch wieder Rückkehr angesagt, da ich nicht bereit war den hohen Eintrittspreis zu bezahlen. Uns ist noch das spezielle Kaffee von HR Giger aufgefallen, man sieht zwei Mal hin, Alien- Figuren welche im Lauf der Pistole sitzen und Stühle aus einem Rückrat, so etwas habe ich noch nie gesehen, aber es ist garantiert einen Blick wert.

La Maison du Gruyère ist zirka zehn Minuten entfernt, wer Käse liebt ist da im Paradies. Man hat die Möglichkeit die Geschichte und die Herstellung von dem Gruyère Käse zu erfahren oder im Hauseigenen Restaurant ein Fondue zu geniessen. Was wir natürlich gleich getestet haben, das Fondue war wirklich Gut und können wir nur empfehlen.

Die Rückreise war ein Traum, wir besuchten die Schokoladenfabrik Cailler und buchten gleich eine Tour. Nach 30 Minuten war es so weit. Bei der Tour bekam jeder ein Headset bei dem man die Geschichte der Schokolade und die Reise der Schokobohne erlebt. Dies war extrem Spannend, doch zum Schluss kam das Beste, man konnte jegliche Schokolade kosten. Ja genau, richtig gelesen, es gab jede Schokolade zum Testen! Ich sah noch einen Schokobrunne und überlegte mir, wie es wohl wäre zuhause neben dem Wasserhahn solch ein Schokohahn zu haben. Tolle Vorstellung nicht wahr?

Bei der Rückreise nach Montreux hielten wir noch bei Rebbergen an. Wer guten Wein mag, ist hier bei den vielen Winzern genau richtig. Die Weinterrassen von Lavaux gehören zum Weltkulturerbe, somit sollte man diese Gegend gesehen haben. Leider war unsere Zeit knapp und wir spazierten nur kurze Zeit durch diese Landschaft.

Fazit:

Montreux würden wir beim nächsten Mal mit dem Zug bereisen, da die Parkhäuser überteuert sind. Unser Hotel können wir weiter empfehlen. Auch Gruyère ist ein wunderschöner Ort, diesen muss man jedoch früh am Vormittag besuchen. Kulinarisch und Landschaftlich war diese Reise wirklich toll. Die Restaurants waren alle gut, welche wir auf TripAdvisor gefunden hatten, in der Hochsaison sind die Preise jedoch völlig überteuert.