Neuseeland das Land der Natur

Wir landeten mitten in der Nacht in Christchurch. Via UBER fuhren wir zu unserer AIRBNB Unterkunft und checkten-ein.

Sofort gingen wir zu Bett, es war bereits 2 Uhr morgens. Ich wälze mich hin und her, doch konnte einfach nicht einschlafen.

Als Kind hat mir meine Gotte einen Trick gesagt, um besser einzuschlafen.

-Stelle dir visuell eine Herde Schafe vor, die ständig in Bewegung ist.
-Dann versuchst du die Schafe zu zählen.
-Irgendwann ist das Gehirn so ermüdet, dass du in den Schlaf fällst.

Chirstchurch

Hier buchte ich drei Nächte, um uns akklimatisieren zu können. Als ich das Freunden erzählte, meinten diese nur, Neuseeland hat keine tollen Städte.

Das Gegenteil bewies sich. Christchurch war eine richtig moderne Stadt geworden. Da das Erdbeben 2011 viele Häuser beschädigte, bauten sie einen komplett neuen Stadtkern.

Der Kern hat echt viele tolle Läden zu bieten. Das coolste war jedoch die neue Markthalle, mit den unterschiedlichsten Essmöglichkeiten.

Überall standen E-Trottinets, welche man via App aktivieren konnten. Dies nutzten wir natürlich aus und fuhren ständig mit den Trottis herum.

Das Konfuse ist, mit den E-Trottis hat man keine Helmpflicht, doch mit den Fahrrädern schon.

Wir machten in Christchurch folgende Aktivitäten:
Botanischer Garten

Dieser war sehr gepflegt und kostete keinen Eintritt.

Museum

Tolles Museum mit jeglichen Themen von Antarktis bis hin zu Maori und der Zeitwende. Uns begeisterte dieses kostenlose Museum.

Airforce Museum

Was für ein Traum für jeden Flugzeugfan! Top Ausstellung mit perfekt erhaltenen Flugzeugen und jeglichem Armee Sammelsurium. Dieses Museum lebt auch von Spenden und war deshalb kostenlos.

Gondola

Wir fuhren mit der Gondel von Christchurch hoch bis auf den höchsten Punkt über 400m. Von dort aus bekommt man einen atemberaubenden 360° Blick geboten.

Wir wanderten 1 h auf den nächsten Aussichtpunkt und trafen das erste Schaf, welches sich im hohen Gras vor uns versteckte.

Tram

Mit dem Oldtimer-Tram machten wir eine Stadtrundfahrt. Das lustigste war, als das Tram wieder zurück fuhr. Der Chauffeur meinte, wir können jetzt die Sitzrichtung wechseln.

Alle Fahrgäste standen auf und schoben die Rückenlehne von hinten nach vorne. Wir sassen nun nicht mehr hinten, sondern direkt beim Chauffeur.

Mietwagen

Am letzten Tag holten wir unseren Mietwagen bei SNAP ab.

ALTER, was habe ich da für einen Schrott gemietet!? Mir ist bewusst, dass ich für 28 Tage und nur 1000$ nicht einen Neuwagen erhalte, aber das erhaltene Fahrzeug war mir und auch Cristina zu viel!

Ein Hyundai Getz 1994 in knallgelb. Wir überlegten nicht, warfen unsere Taschen ins Fahrzeug und fuhren los. Nach 20 Minuten bekam ich eine mittelgrosse Krise und wir kehrten um.

Zum Glück quitschte der Keilriemen ein wenig und wir konnten auf das gleiche Model in Grau wechseln.

Nach 30 Minuten Fahrt bekamen wir Hitzewallungen, die Klimaanlage war natürlich defekt. Somit stellten wir uns auf eine heisse Fahrt ein.

Doch da wir nach Queenstown reisten, konnten wir der SNAP-Filiale in Queenstown noch einen Besuch abstatten. Mit grosser Hoffnung auf ein anderes Auto hielten wir dort an.

Da der Mitarbeiter in Queenstown überarbeitet war und völlig im Stress, konnten wir ohne Mehrkosten ein neueres Modell übernehmen. Wir sind nun mit dem Fahrzeug endlich zufrieden.

Von Neuseeland nach China (Ach nein von Christchurch zum Lake Tekapo)

Dieser liegt ca. drei Stunden von Christchurch entfernt und ist eines der dunkelsten Punkte der Welt.

Als wir eintrafen, traf uns zeitgleich der Schock. Stell dir ein Bergdorf vor, welches ca. 100 Häuser hat und 2-3 kleine Hotels.

Alle Häuser, alle Restaurants und sogar der Souverniershop gehören den Chinesen. Ich fühlte mich nicht wirklich wie in Neuseeland, denn wir waren die einzigen Touristen, welche nicht aus Asien stammten.

Klar, es sind Neujahresferien in China und viele Chinesen reisen deshalb nach Neuseeland. Doch so viele Chinesen sah ich zum letzten Mal in Melbourne. Es waren nicht nur 2-3 sondern wirklich sehr viele!

In der Nacht wollte ich die bekannte Kirche mit der Milchstrasse fotografieren. Leider waren die Wolken zu stark und bedekten den Himmel.

Ich positionierte meine Kamera um 23.00 Uhr vor der alten Kirche. Doch wie am Tag, waren da noch immer viele Asiaten, welche eine stockfinstere Kirche mit dem Handy fotografierten.

Das muss ich zum Glück nicht verstehen, ich hörte nur ständig lustige Geräusche, die sie von sich gaben.

Mount Cook

Früh am Morgen fuhren wir durch die wunderschöne Berglandschaft Richtung Mount Cook. Auch hier sah der See atemberaubend aus, hellblaues flaches Wasser wie aus dem Bilderbuch.

Beim Mount Cook kann man verschiedene Wanderungen machen. Wir entschieden uns für die 3h Wanderung bis zum Gletschersee. Zum Glück liefen wir in der Früh los, denn es wurde an diesem Tag richtig heiss.

Auch der Wanderpfad füllte sich immer mehr. Auch hier war 90% asiatischer Herkunft mit den Sonntagskleidern.

Twitzel

Unsere Nacht verbrachten wir in Twitzel in der Caterpillarunterkunft. Vor dem Einchecken gingen wir in den lokalen Supermarkt und deckten uns mit Essen ein.

Zur Feier des Tages wollten wir uns ein alkoholisches Getränk leisten, doch die Kassierin glaubte uns nicht, dass Cristina bereits über 18 Jahre alt ist. Obwohl wir unsere ID zeigten, bestand sie auf den Reispass.

Das Getränk liessen wir sehr unfreundlich zurück und holten uns das gleiche in einem Getränkeshop gegenüber.

In der Nacht wollte ich erneut die Milchstrasse fotografieren, bei der Fahrt zum Spot sahen wir hunderte von freilebenden Hasen. Es war wunderschön.

Wanaka

Eines der top Plätze der Südinsel auf Neuseeland. Wer bereits in einem kleinen Bergdorf in der Schweiz / Österreich / Italien mit einem See war, fühlt sich hier wohl.

In Wanka gibt es diverse kleine Läden um zu shoppen und sich zu stärken. Ab hier fängt der Aktion-Wahnsinn an! Diese Möglichkeiten kommen mir in den Sinn:

-tolle Wanderungen, wie der Mt Roy, jeder kennt ihn aus Instagram. Somit kannst du dich nach der 4h Wanderung der Schlange hinten anreihen.
-Coole Bikeparks
-Kajakfahrten am See
-In Cardrona kannst du ein absolut spezielles Reiterlebnis erleben und danach im Pub ein gutes Bier geniessen

-Heli Biken, hätte ich gerne gebucht, doch wäre ich dann schneller Zuhause gewesen als mir lieb war 🙂
-Wakeboarden auf dem See
-Golfspielen
-Skydiven
-Jetski Tour auf dem See und vieles mehr

Queenstown

Ist ein etwas verrückterer Fleck als Wanaka. Dieses kleine Städtchen bietet jede Menge Adrenalin.

Unsere Unterkunft bezogen wir beim Port Arthur. Hier ist auch das weltbekannte Speedboat „Shotover Jet“ zuhause.

Mit 90km/h düst du den Felsen entlang und kannst dabei die frische Luft des Bergbaches fühlen. Die Motoren brummen nur vor sich hin und du fühlst die endlosen Power.

Im Städtchen findest du unzähliche Shoppingmöglichkeiten, gute Restaurants und unzählige Orte, an denen du deine Tagestrips buchen kannst.

Jede Aktion, die dein Herz begehrt, kannst du hier buchen.

-„iFly“ ein Windkanal, wo du deine ersten Skydivingkünste unter Beweis stellen kannst
-„Go Orange“ Speedboat und noch ein weiteres Jetboat-Unternehmen bringen dich zum Strahlen
-Gondel: hier findest du diverse Bikerparks oder den bekannten Bungysprung

-„Nevi Swing“ du bekommst 160m freien Fall und kannst bis 300m auspendeln. Ein absolut cooles Gefühl! Ich würde behaupten, das ist ein Must DO 🙂

Die ersten drei Sekunden bist du im freien Fall und danach fängt dich das Seil.

-Willst du es noch verrückter, dann kannst du einen Bungysprung buchen, der über 160m in die Tiefe geht

Queenstown genossen wir sehr, denn solch viele Aktionmöglichkeiten an einem Ort sind schwer zu finden. Ja alles kostet auch viel, so musste ich mich sehr beherrschen.

Real Talk

Nun bin ich schon zwei Monate am Reisen und fühle mich noch immer voller Tatendrang. Weltoffener bin ich bis jetzt noch nicht geworden, eher das Gegenteil.

Ich habe viele Situationen erlebt, wo ich mich Frage, wie rücksichtslos wir gegenüber den Mitmenschen aber auch den Tieren sein können. Muss immer alles um Profit gehen?

Auch in Neuseeland dreht sich das Leben nur um Geld. Ein grosses Wandel bewegt sich dennoch, ich habe mehrere Personen im Alter von 16-30 Jahren getroffen, die sich bereits jetzt eine Auszeit nach der Schule nehmen.

Es ist für mich auch spannend zu sehen, wie Moni oder einer meiner besten Freunde nach dem Urlaub in ihre alten Muster fallen. Das System „Hamsterrad“ hat uns im Griff!

Während dem Urlaub hörten wir uns täglich und tauschten uns aus, nun höre ich oft nur noch, wie stressig es ist:

Aufstehen, essen, arbeiten, Pause machen, essen, arbeiten, sport treiben, essen und wieder schlafen.

Wo ist hier genau der Punkt wo man sich frei entfalten kann und dem nachgeht, was einem im Leben wirklich wichtig ist.

Ich habe das Gefühl, den Berufsalltag könnte man auf die Hälfte reduzieren! Zum Beispiel die unnötigen Sitzungen könnte man auf ein Minimum reduzieren.

In meinen 14 Berufsjahren kann ich fast keine Sitzung aufzählen, die wirklich vonnöten gewesen wäre! Traurig nicht wahr!? Hier könnte ich unentlich viel über Optimierung „KAIZEN“ berichten. 🙂

Was ich euch hier sagen will, das Leben ist zu kurz um es zu verschwenden! Jeder von euch kann sich täglich neu entscheiden, ob der Weg den man gerade geht wirklich der Richtige ist.

Gerne können wir uns über DEINE Möglichkeiten austauschen, du kannst mir jederzeit schrieben.

Cheers dein Buddy Martin