Tassie, Teil 2

Schönheit der Natur

In Strahan angekommen, checkten wir auf dem Boot ein und warteten gespannt, wie die Fahrt werden wird.

Als wir ablegten, fuhren wir auf dem See bis zum Anfang des indischen Ozeans. Die Ingenieure bauten hier eine künstliche Unterwassermauer, damit der See seine Tiefe behält.

Bei der Fahrt fuhren wir an einem schönen Leuchtturm und an einer Fischzucht vorbei. Zudem hielten wir auf der Sarah Island. Hier machten wir eine einstündige Erkundungstour.

Fakten zur Gefangeneninsel:
-die Gefangenen bauten dort von 1822-1833 Schiffe
-die Gefangenen überahmen das Zepter
-es starben 80 Personen, welche auf der Nachbarsinsel begraben wurden
-die halbe Schwan- und Wallaby-Population haben sie für Rohstoffe ausgerottet
-natürlich wurden in diesem Zeitraum viele Schiffe gebaut

Der Inselaufenthalt war spannend gehalten, denn an jedem Inselteil gab der Guide uns ein Gedanken- Puzzle. Gesamthaft gab es fünf Puzzleteile. So wurde die Führung bis zum Schluss auf Spannung gehalten.

Wieder auf dem Schiff, fuhren wir zum Höhepunkt des Abends, dem Gordon River. Hier ist das Wasser spiegelglatt und es wird von Bäumen umgeben.

Da die Schiffsfahrt hier sehr angenehm war, konnten wir uns am Buffet mit einer feinen Mahlzeit stärken.

Zum Schluss der Fahrt hielten wir noch 30 Minuten am Franklin-Grodon Wild Rivers National Park an, welcher zur UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

Dieser Stop war nicht wirklich spektakulär, es handelte sich um einen gepfadeten Rundweg wo wir hunderte von Bäumen sahen. Wir werden noch öfters feststellen, dass die Naturschutzgebiete idiotensicher gehalten werden.

Die gleiche Fahrt gibt es als zweitägige Segeltour. Du übernachtest auf dem Fluss und erlebst die Natur viel intensiver. Nächstes Mal würden wir sicher diese Tour buchen.

Tipps für Strahan

Falls du in Strahan noch Zeit hast, findest du ein feines Kaffee am Hafen, welches wir sehr empfehlen können.

Zudem kannst du mit etwas Glück bei Dämmerung- oder in der Früh einen Platypus sehen. Diese leben gleich bei der Schuleü von Strahan am Fluss.

Auf unserer Weiterreise richtung Wanaka sahen wir per Zufall eine Quat-Mietstation. Leider waren alle an diesem Tag ausgebucht. Neben der Mietstation befand sich eine riesengrosse Sanddüne und kein Mensch weit und breit. Ich holte unser Bodyboard und kletterte die Düne hoch.

Oben angekommen, entdeckte ich das Paradies! -> Weitere noch steilere Dünen!

Ich rief die Ladies und wir suchten uns den perfekten Platz zum Sandboarden aus. Cristina filmte, Moni und ich sausten zusammen den Berg hinunter und stiegen ihn wieder hoch. Es war ein krasses Morgen-Workout, doch es hat so richtig Spass gemacht.

Wenn doch nur das Gym auch so Spass machen würde. 🙂 Wir hatten in jeder Ritze Sand und dies bis spät am Abend. Das war es aber Wert. 🙂

Rosbery

Bei Rosbery machten wir einen Stop, um auf dem Lake Rosbery Kajak zu fahren. Komisch war, dass wir ganz alleine waren. Spätestens am Wasser wurde uns bewusst aus welchem Grund.

Das Wasser war sehr dunkel, der Wind sauste uns um die Ohren und es war einfach nur kalt. Wer weiss, welches Flussmonster da drin lebt…

Wir liessen uns jedoch nicht den Spass verderben und gingen für 30 Minuten auf das Wasser. 🙂 Danach waren wir komplett nass und froren.

Wanaka

In Wanaka angekommen, traf uns der Schlag! „Das alte Haus von Rocky Docky hat vieles schon erlebt…“ Wer kennt dieses Lied nicht?

Genau so sah unsere Unterkunft aus. Ich buchte diese Unterkunft, weil an unserem späteren Ausflugsziel eine Nacht 300$ gekostet hätte. Moni und Cristina waren motiviert… nicht..

Wir gingen zum Auto und fuhren zur nächsten grösseren Stadt. Hier wurde uns von Tripadvisor ein Rhododendron-Park empfohlen. Diesen besuchten wir bis zum Eingang, denn die blühten ja gar nicht.

So fuhren wir weiter und assen in der Stadt beim Inder.

Zum Glück plädierte ich nach dem Essen auf einen Abendspaziergang am Meer. Wir liefen den Strand entlang und ich sagte zu Moni, hier gibt es Pinguine. Verständlicherweise glaubte sie mir nicht sofort, denn die Nester, die ich gesehen habe, sahen eher wie ein verkoteter Betonhaufen aus. Doch dann sahen wir wirklich einen Babypinguin.

Die Pinguine warten, bis die Mutter von der Futtersuche zurückkommt. Diese kehren gleich bei Einbruch der Dunkelheit zurück.

Auf der Fahrt zurück ins Hotel entdeckten wir wundervolle Dinge:
-Sonnenuntergang
-Hasen, welche neben der Strasse am fressen waren
-Viele Kühe
-Wallabys, die sich auf der Strasse wärmen wollten

Falls ich die Gelegenheit hätte, ein Gesetz in Australien einzuführen, würde ich bei Dunkelheit ein Fahrverbot durchsetzen.
So viele freie Tiere, wie in Australien, habe ich noch nie gesehen. Leider aber auch sehr viele tote Tiere. Zum Teil gab es alle 10 Meter ein totes Wallaby am Strassenrand.

Cradle Mountain

Früh am nächsten Morgen fuhren wir zum National Park Cradle Mountain. Wir hatten den perfektesten Tag erwischt! Zur Info: Tasmanien hat in dieser Region pro Jahr 300 Regentage.

Bei Cradle Mountain angekommen, wird man zum Parkplatz geführt. Beim Ticketschalter hat man das Gefühl, es handle sich um das Himalaya Gebirge.

Jede Wanderung ist mit Skalen beschriftet. Mit Bildern und einem Beschrieb wird man darauf hingewiesen, was man alles für eine Wanderung mitnehmen muss.

Wer den Gipfel erklimmen will, wir sprechen hier von lächerlichen 1500m, kann einen Notsender mieten und muss bei einem speziellen Infoschalter anstehen.

Zum Nationalpark wird man mit einem Shuttleservice gebracht. Oben angekommen, findet man gepfadete Wanderwege und eine traumhafte Aussicht.

Wer hier noch mehr Action will, kann eine Canyoning Tour buchen. (Unsere Zeit reichte dafür leider nicht)

Tassie Devil

Nach der Wanderung besuchten wir die Devil Auffangstation. Hier sahen wir den Tasmanische Teufel, Marder und Wombats. Die gefundenen Tiere werden wieder ausgewildert, die Babys sind zu fest an den Menschen gewöhnt und bleiben im Center.

In Wanaka zurück, wollten wir noch nicht in die Unterkuft und genossen stattdessen die Zeit am Teich. Moni entdeckte dann endlich einen Platypus, leider nur aus der Ferne, doch besser als keinen.

Rückblickend war die Unterkunft in Ordnung, ich werde sicherlich in Südamerika schlimmeres erleben. In der ersten Nacht meinte Moni, es hätte Bettwanzen, doch es waren zum Glück nur ihre Moskitostiche vom Vortag.

Teil 3 wird nächste Woche veröffentlicht

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