Westküste Neuseelands, das tropische Paradies

In Queenstown erledigten wir die letzten Beschaffungen, danach ging es mit dem Cookie Monster Richtung Westküste.

Auf dem Weg fuhren wir erneut bei Wanaka vorbei und bogen von da aus in Richtung Westen ab.

Westküste

Lange fuhren wir an der wundervollen Seeküsten von Wanaka entlang. Die Distanzen scheinen trügerisch kurz (180km), doch in Wirklichkeit benötigen sie sehr viel Zeit.

Die kahlen Felder verdichten sich immer mehr zu tropischen Wäldern. Die Strasse führt an ausgetrockneten Bachbetten vorbei, welche einer Kieswüste ähneln.

Wir fuhren durch die verschiedensten National Parks. Links und rechts konnte man stoppen um Bilder von kleinen Wasserfällen zu machen.

Hat man sich entschieden aus dem Fahrzeug zu steigen, musste man sich vor den vielen Sandfliegen wappnen. Am Abend waren meine Beine total verstochen, das beisst noch viel mehr als ein Moskitostich.

Blue Lagoon

Der Stop beim Blue Valley war etwas irritierend für uns Schweizer. Da diese Ortschaft wie ein Abbild vom Verzascatal scheint. Kalter Fluss, gleiche Farben und identische Temperatur.

Einziger Unterschied, der Fussmarsch zum Fluss führt durch einen dichten Wald, welcher dem Regenwald ähnelt.

Haast

Unsere Nacht verbrachten wir in Haast. Wir freuten uns bei der Ankunft auf den Strand, doch die Vorfreude war die letzte Freude.

Mit unserem Abendessen (Fertignudeln, welche mit heissem Wasser angerichtet werden „Yumyum“) in der Hand, steuerten wir in Richtung Strand.

Vom heissen Wasser die Finger verbrannt und von der langen Fahrt erschöpft, setzten wir uns auf einen angeschwemmten Baumstamm.

Doch bereits nach wenigen Sekunden trafen sich unsere Blicke, so schnell wie möglich flüchteten wir von den lästigen Sandfliegen zurück zum Auto.

Fox Glacier

Am nächsten Tag begleitete uns der Regen die ganze Fahrt lang, somit konnten wir leider nicht zum Gletscher wandern.

Hokitika

An der kompletten Westküste wurde früher Gold geschürft. Gleich neben Hokitika liegt die kleine Ortschaft Ross.

1909 wurde hier der grösste Fund von 3.09kg gemacht, dieses Stück Gold konnte man für 400£ kaufen.

Auch Cristina gönnte sich ein kleines Nugget, welches in Hokitika geschürft wurde und in einen Goldring eingearbeitet wurde.

Der Strand von Hokitika ist voller Schwemmholz. Jährlich findet hier ein Schwemmholz Skulpturen Wettbewerb statt. Wir hatten das Glück und konnten noch die stehenden Skulpturen bestaunen.

Paparoa Nationalpark

Ich wollte am nächsten Tag spontan einen Zwischenstop machen, da sich die Strecke extrem in die Länge gezogen hatte.

Wir entschieden uns dem Oirirari River entlang zu laufen. Was sich als beste Entscheidung entpuppte.

Der Fluss wird von Palmen und diversen Bäumen umzingelt. Das Dickicht ist so fest, dass man sich als Mensch nur auf dem Weg bewegen kann.

Der Geschmack von Moos und feuchten Blättern in der Luft ist einzigartig. Die Stille wird nur von Vögeln und dem Bach übertönt.

Faszinierende Felsen umzingeln das Tal, die Steine erzählen ihre Geschichten und zeigen Kerben, wo das Wasser vor Millionen von Jahren gewesen sein muss.

Westport

Auch hier wurde Gold geschürft. Der Unterschied war hier, dass man das angeschwemmte Gestein filterte und so Tonnen von Goldfregmenten fand.

Die Städte hier sind verlassen und haben die nötigsten Einkaufsmöglichkeiten.

Abel Tasman Park

Der Name kommt vom Entdecker Abel Janszoon Tasman, welcher von 1603 bis 1659 die Welt entdeckte (Tasmanien und Neuseeland wurde von ihm entdeckt)

Er legte nie an der Küste an, doch eine Story erzählt, wie die Schiffscrew vor der Küste des Abel Tasman Parks ankerte.

Abel Tasman und seine Crew steuerten die Küste an, weil sie dort Feuer sahen. Sie wollen mit den Menschen Kontakt aufnehmen und versuchten ans Ufer zu fahren.

Die Maoris erkannten von Weitem etwas Mächtiges im Meer, und da die Maoris an Meeresungeheuer glaubten, bereiteten sie sich auf einen Kampf vor. Mit dem Haka, dem Kriegestanz, wollten sie das Ungeheuer warnen. Abel Tasman meinte jedoch, dass die Maoris ihn so begrüssen wollten.

Als europäische Begrüssung feuerte Abel Tasman Kanonen in die Luft, welche den Maoris wiederum noch mehr Gründe für einen Krieg gaben. Als Abel Tasman und seine Crew dem Ufer näher kamen, bemerkten sie leider schnell, dass dies keine Begrüssung war.

Denn die Maoris waren zum Krieg gegen das Feuerspuckende Ungeheuer bereit und schossen mit ihren Speeren auf das Schiff. Einige Männer von Abels Crew wurden getroffen. Ihm war klar, dass er keine Chance hatte. Sie flüchteten vor den Maoris aufs Meer hinaus.

Wir erforschten den National Park anhand einer eintägigen Kajak Tour. Mit dem Motorboot fuhren wir bis zum Ende des National Parks, danach bekamen wir unser Doppelkajak und fuhren los.

Im geschützten Marine Park konnten wir Seehunde beobachten und diverse Vogelarten.

In der Hälfte genossen wir ein Picknick und fuhren gestärkt bis zum Ende.

Am nächsten Tag nahmen wir ein Boottaxi und fuhren nur bis zur Hälfte. Danach liefen wir zum Cleopatra Pool und von dort aus 14km zurück zum Auto.

Der Weg war sehr eben, doch es zog sich gegen den Schluss, denn auf dem Weg kann man an den verschiedensten Stränden einen Stop einlegen.

Nach dieser Wanderung fühlte man sich wie nach der Disco -> müde und mit Pfeifen in den Ohren, da die Grillen sehr laut zirpen.

Nelson nach Picton

Nelson ist eine grössere Hafenstadt, welche diverse Geschäfter zum Shoppen hat. Charm hat diese Stadt jedoch nicht.

Die Fahrt Richtung Blenheim und Picton führt direkt der Küste entlang. Vorbei am „Verzascatal“ und an sonstigen Flüssen.

Diese Region heisst Malborough und ist Weltweit bekannt für die köstlichen Weine.

Kurz vor Picton hat es eine gerade Strasse ca. 30km, wo es links und rechts verschiedene Weingute hat. Wir stoppten beim Weingut Saint Clair.

In Mitten der Reben genossen wir ein Glas Wein und dazu ein köstliches Essen.

Blenheim Omaka Aviation Heritage Center

Wie bereits im Blog gelesen, bin ich kein grosser Museumsfan. Doch in Neuseeland bin ich von den Museen überwältigt. Es ähnelt schon eher einem Dokumentarfilm.

Im Omaka Center entschieden wir uns für die Ausstellung des Ersten Weltkrieges.

Hier sagen Bilder mehr als Worte! Diese Puppen und Flugzeuge sind einfach genial!

Die Puppen werden übrigens von der Firma the Weta Cave in Wellington erstellt. Noch nie von der Firma gehört? Ich bis vor Wellington auch nicht. 🙂

Alle Orks, Saromans Ausrüstung, der Golum und die Ausrüstung der Zwerge von Herr der Ringe wurde von dieser Firma entworfen.

Picton

Ist ein kleines Dorf, welches hauptsächlich als Verbindung zur Nordinsel dient. Hier verkehren die Autofähren nach Wellington.

Weil ich einen Tag mehr einplante hatten wir noch Zeit bis unsere Fähre fuhr. Wir entschlossen uns für eine Bootsfahrt mit Delfinen.

Nach 5h kehrten wir erfolglos zurück. Wir konnten leider mit keinen Delfinen schwimmen, dennoch haben wir eine Delfinmutter mit ihrem Baby gesehen (das Baby war so gross wie ein Rugbyball), einen Seehund, welcher einen Oktopus verschlingte und eine Vogelsorte, von denen es nur noch 650 Stück gibt.

Fazit:

Die Wälder waren wirklich atemberaubend! Es ähnelt einem Urwald enormer Grösse. Das schöne an diesem Urwald ist die Gewissheit, dass es keine giftige Tiere hat.

Wer gerne wandert, ist hier genau richtig.